Friedensrepräsentationen
Der Friede zwischen Rußland und Preussen in einer Ode , Biogr.erud.D.732,misc.2

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Objekt
Objektart
Druck
Titel/Incipit
Der Friede zwischen Rußland und Preussen in einer Ode
PPN
683638548
Inventarnummer/Signatur
Biogr.erud.D.732,misc.2
Verwalter
Verwalter (Ort)
Herstellung
Datierung
Datum
1762
Seiten/Blätter GESAMT
8 Bl.
Literatur
VD18-Nr.
10561366
Objekt in Ausstellung
Virtuelle Ausstellung
Präsentationsgruppe
Bearbeitung
Bearbeiter
Franziska Bauer
Bearbeitungsstatus
Freigabe
Auswahl Diss.
Dissertation Bauer
Bild-URL
http://friedensbilder.gnm.de/sites/default/files/Biogr erud D732 Dummy.jpg
Kommentar:

Verfasser: H.A.H. 

Ausstellungstext:

Am 24. Mai 1762 wurde der Separatfrieden von St. Petersburg zwischen Preußen und Russland ausgerufen. Der wenige Tage zuvor geschlossene Frieden markierte einen Wendepunkt für Friedrich II. (1712–1786) im Verlauf des Siebenjährigen Krieges. Nach Einmarsch der preußischen Truppen in Sachsen 1756 hatten die Kampfhandlungen im Reich begonnen. Russland trat wenig später in einer Allianz mit Frankreich und Österreich in den Krieg ein. Vor Abschluss des Vertrags von St. Petersburg fand sich Preußen von den Alliierten eingekesselt. Die Wende brachte der plötzliche Tod der Zarin Elisabeth I. (1709–1761), denn ihr Nachfolger Zar Peter III. (1728–1762) war sofort bereit, Frieden mit Preußen zu schließen.

Die Zeitgenossen deuteten das Ereignis als Zeichen von Gottes Gnade. Die hier vorliegende, nur mit den Initialen des Autors bezeichnete Ode spricht Friedrich II. zugleich das (praktische) Verdienst am geschlossenen Frieden zu. Der „tapfer[e] Kämpfer“ Friedrich sehe sich der „halb[en] Welt“ gegenüber. Der Friedensvertrag zwischen den beiden Großmächten wird im Text als „Freundschaftsband“ bezeichnet, welches durch das „Götter-Paar“ Friedrich II. und Peter III. wiederhergestellt wurde. Neben dem preußischen und dem russischen Monarchen spricht die Ode auch Georg III. von Großbritannien (1738–1820) und Maria Theresia (1717–1780) direkt an. Letztere wird angerufen Frieden zu schließen, ersterer wird in seiner Funktion als Verbündeter Preußens genannt. Neben kurzen Beschreibungen des Kriegsverlaufs, Friedenseinzuges und Vorstellungen der Friedenszeit handelt es sich bei dem Text in erster Linie um eine panegyrische Ode auf Friedrich II.

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