Friedensrepräsentationen
Ode, worinnen an dem höchsterfreulichen Friedensfeste welches das Hochfürstl. Gymnasium zu Eisenach den 10. May 1763 feyerlich begieng die großen Vortheile des Friedens besungen

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Anmerkungen:

Vermittlung von Frieden:

"Die Weser hörts zuerst vom Meere,

Rauscht früh zurück und sagst dem Heere,

Das sich zu ihrem Schutz vereint;

Zugleich erscheint der Grund der Freude,

Ein froher Both im Friedenskleide

Sagt, Frankreich sey der Britten Freund."

--> Aspekte zur Verkündigung (Bote) und außerdem zu den politischen Gegebenheiten!

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Ferdinand von Braunschweigf-Wolfenbüttel wird mit Arminius und seinem Erfolg in der Varusschlacht gleichgesetzt / verglichen

Frieden = Freundschaftsband zwischen August III. und Friedrich II.

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Gliederung:

Zeit vor dem Krieg beschrieben

Beginn des Krieges, Verlauf

Einzug des Friedens

---> abgeänderte Form der Dreiteilung!

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Lob für die herrschenden Fürsten und ihre politischen Handlungen / Entscheidungen

 

Exzerpt:

Zu Beginn Einführung der Kriegsteilnehmer:

„Das Volk, das vom beeißten Norden

Zu Oestreichs Schutz geschicket worden,

Verläßt als Freund der Brennen Land:

Der Russe singet Jubellieder,

Vom Schweden schallt das Echo wieder,

 

es jauchzt der Belt und Nevastrand.“ (S.4) 

 

Friedensvertrag beschrieben als „Freundschaftsbund“:

„Der frohe Donner der Kanonen

Bestärkt es, daß die kalten Zonen

 

Den alten Freundschaftsbund erneut.“ (S.4)

Zum Ende hin wird dieses Freundschaftsband auch durch August von Sachsen erneuert:

„Zugleich erneut aus edlem Triebe

August, der Sachsen Lust und Liebe,

 

Mit seinem Feind das Freundschaftsband.“ (S.15)

Außerdem Nennung der Orte von bedeutenden Schlachten des Siebenjährigen Krieges: Zorndorf, Kunersdorf

Lichtmetaphorik angewendet um Friedrich II. zu huldigen:

„Wo ehmals eine milde Zähre,

Der Menschheit und Küstrin zur Ehre

Des großen Friedrichs Aug geziert,

Da weicht die Nach den hellen Strahlen,

die kunstreich dessen Namen mahlen,

 

Den seiner Völker Qual gerührt.“ (S.5)

Außerdem klärt der Himmel wieder auf (S.5)

 

Bevor Irene jedoch wieder in das deutschsprachige Reich kommt, wird zunächst beschrieben, wie sie dieses verlässt:

 

„[…] Unwillig flieht sie zu den Sternen, und mit ihr flieht der Teutschen Glück.“ (S.6)

 

Kriegsbeschreibungen verbunden mit Licht- und Geräuschmetaphorik:

„Wie die gebrochnen Sonnenstrahlen

Oft dort den sanften Regen mahlen.

Wenn hier noch Blitz und Donner schrekt:

So jauchzet dort Berlin für Freuden,

Und hier füllt Schweidnitz Angst und Leiden;

 

Weil es ein Bombenheer bedeckt.“ (S.6)

è

Beispielstrophe, andere beziehen sich auf Leuthen oder ganz Schlesien (S.7)

Erste Hoffnung auf Frieden

[f1]

 :

„Vielleicht seh ich im Land der Sachsen

Den Oelzweig bey der Raute wachsen!

Vielleicht schmükt Dresden sein August!

Mich dünkt, ich höre Gellerts

[f2]

 Saiten,

Mich dünkt, er spielt mit süssen Freuden

Von Leipzigs froher Jubellust.“ (S.8)

 


 

[f1]

Kriegsverlauf einbauen, genaue Situation schildern

 

[f2]

Wer ist das?

Hunger, Angst und Qual plagen die Menschen (hier die Sachsen) (S.9)

 

Besonderes Augenmerk wird bei der Beschreibung des Kriegsverlaufs natürlich auf Sachsen gerichtet:

„Zu schwach, dem Feind zu widerstehen,

Zu groß, verspottet sich zu sehen,

Verlies der Sachs sein Vaterland,

Gerufen, Frankreichs Ruhm zu retten,

Droht seine Hand jezt neue Ketten

 

Dem kaum befreyten Weserstrand.“ (S.10)

Verkündigung des Friedens hangelt sich an den Flüssen von Norden nach Süden ab: Meer, Weser, Aller, Leine, Werra, Seine, Rhein (S.12)

Frieden = „des Höchsten Wunderthat“ (S.13)

Befreiung Weserstrand wird dem „tapfren Ferdinand“ zu geschrieben: Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel? Ferdinand wird außerdem noch verglichen mit dem germanischen Helden Herman:

„So war der Teutschen Lust beschaffen,

Als Hermanns Schwerd die stolzen Waffen

Des sichern Varus überwand;

Und kann wohl Frankreich widerstreiten,

Der tapfre Hermann unsrer Zeiten

 

Sey nicht der kluge Ferdinand?“ (S.14)

Spekulationen zu Beginn der Verhandlungen in Hubertusburg:

„Vielleicht flicht in die Lorbeerreiser

Theresia du Teutschlands Kaiser

Bald den gewünschten Oelzweig ein;

Vielleicht wirkt Friedrichs hohe Seele,

Daß Mars die Welt nicht länger quäle,

 

Vielleicht rührt ihn der Völker Pein.“ (S.15)

Beschreibung des abgeschlossenen Friedens: „Nun herrscht Irene, Mars verschwindet […]“ (S.16)

 

„Irenens helle[s] Licht“ strahlt über das Land und vertreibt den Krieg (S.16)

Ausbreitung des Friedens:

„Sie (Aurora) eilt auf ihrem goldnen Wagen,

Amalien zu erst zu sagen:

 

Irene sey vor Weimars Thor.“ (S.17)

 

Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach empfängt die Nachricht mit Freude und ruft der Göttin (Irene) zu: „Zieh ein, beglück mein ganzes Land!“ (S.17)

 

Irene bringt Ruhe ins das „Sachsensland“ und „kommt, gleich einem milden Regen“ über das Land und sorgt so für „reichen Segen in ausgedürrte[n] Felder[n]“. (S.17)

Wiederkehr des „edlen Friedens“ (S.18)

Zum Schluss eine Art Zusammenfassung der Kriegsgeschehnisse in Eisenach (S.19)

„Nun herrscht allein Gerechtigkeit“ sowie „Ruhe und Sicherheit“ (S.20)

„Die Gärten schmücken sich vom neuen,

Und ihrer jungen Bäume Reihen

 

Bewegen froh ihr grünes Haupt; […]“ (S.21)

„Wie könnten nun die Musen schweigen?“ (S.21)

 

è

Friedenszeit lässt die schönen Künste wieder aktiv werden

To do:

Russe und Brite --> eintragen als Russland und Großbritannien?

Morpheus --> genauer

Adler --> kaiserlich?